Nur noch wenige Tage bis zur Hochzeit.
Mein Herz, es tanzt!
Ich war eigentlich nie so, dass ich schon mit 3 Jahren vom Heiraten und dem Prinz auf dem weißen Pferd träumte.
Aber nun macht das ganze seltsame Dinge mit mir.
Wenn ich neben meinem Freund auf dem Sofa sitze und ihn so anschaue, sprudelt mein Herzchen über vor lauter Glück.
Es macht so viel Spaß mit ihm alles zu planen!
Wie wir mit zunehmender Verzweiflung an den Einladungskarten saßen und uns danach schworen, nie wieder irgendwas zu basteln.
Wie wir 3 Monate später doch wieder gebastelt haben. Kirchenhefte!
Kann man ja mittlerweile alles bequem online bestellen, aber neiiin.
Die Deko, die Blumenauswahl, die Bestellung der Torte... geil!
Wie das Adrenalinlevel immer noch steigt!
Und gleichzeitig die Worst-Case-Szenarien immer kreativer werden:
Wahrscheinlich habe ich meine Tage, es sind entweder 35 Grad im Schatten oder Starkregen, die Hälfte der Gäste sagt im letzten Moment ab, der Pastor kommt nicht, meine Visagistin ist verschollen, das Essen ist zu wenig, die Musikanlage gibt ihren Geist auf.
Ungefähr so :D
Zwischendurch bin ich 2 Minuten entspannt und dann geht das Kopfkino von vorne los.
Aber es überwiegt vor allem diese unbändige, unglaubliche Freude, diesen wahnsinnig tollen Mann zu ehelichen.
Der Mann, der immer zu 200% hinter mir steht, mich so nimmt, wie ich bin, mit allem Blödsinn den ich mitbringe, den schlechten Eigenschaften, und meinen Sternchen, wo immer sie auch sind.
Alles darf sein! Und es lässt auch mich alles annehmen, das Gute wie das Schlechte.
Er hat mich in einer Phase meines Lebens kennengelernt, in der meine Welt in Trümmern lag. Hätte komplett schief gehen können.
Dass wir heute hier stehen macht mich glücklich. Und stolz. Auf uns, auf mich, auf meine Söhne, ohne die ich heute nicht die wäre, die ich bin.
Samstag, 25. August 2018
Montag, 30. Juli 2018
Nur zu Besuch
Ein strahlend schöner Tag. Ich stehe vor eurem Grab, und ein paar Sonnenstrahlen blinzeln durch die Bäume.
Im April hatten M. und ich es euch endlich ein bisschen hübscher gemacht, und nun rupfe ich ein paar Büschel Gras aus, die sich frech durch eure weißen Steinchen gemogelt haben.
So ein friedlicher Ort.
Ich bin nicht mehr so oft bei euch, und manchmal denke ich, ihr auch nicht mehr bei mir. Wo eure Seelen jetzt wohl sind?
Immer noch auf der Reise, oder irgendwo... angekommen?
Ich bin ruhelos zur Zeit, und sehr aufgeregt.
Dass ich heiraten werde, habt ihr ja sicher mitbekommen.
Und dass mir diesbezüglich viel im Kopf herum geht - vielleicht spürt ihr es auch?
Vielleicht findet ihr es ein bisschen lustig, dass eure Mama immer wieder Worst Case-Szenarien in ihrem Kopf bastelt. "Ja, so ist sie, die Mama. Keine Ahnung, warum sie sich immer so viel Stress um nix macht!"
M. und ich fahren nach unserem Besuch bei euch weiter, zur Location wo wir in ein paar Wochen feiern wollen.
Es sind nur wenige Autominuten von euch entfernt. Dabei haben wir das gar nicht danach ausgesucht. Aber es passt trotzdem so gut.
Auf dem Rückweg fahren wir wieder am Friedhof vorbei. M. sagt "Nochmal winken!" und ich überlege ob wir am Tag der Feier wohl mit lautem Hupkonzert bei euch vorbei fahren.
Der Gedanke macht mich so traurig. Vorbei fahren. Ein paar Küsse in den Himmel. Ohne euch feiern gehen.
Wie soll das gehen?
Letztens sagte mir meine Kollegin N., dass ich es mir ruhig erlauben darf, glücklich zu sein.
Ja (und dann kommt wieder das "aber"), natürlich, aber ich bin gleichzeitig so furchtbar traurig, dass ihr nicht dabei sein könnt.
Als der Pastor fragte, ob jemand Blumen streuen würde, habe ich natürlich an euch gedacht.
Würdet ihr bestimmt, wenn ihr nur irgendwie gekonnt hättet.
Ich bin gerade so böse auf das Schicksal, dass ich nicht beides haben durfte. Einen liebenden Mann und lebende Kinder.
Eine Ironie auch, dass ich ohne dieses Schicksal wahrscheinlich niemals M. begegnet wäre.
Meine Gedanken drehen sich im Kreis.
Vielleicht sollte ich sie einfach annehmen. Nicht bewerten. Und einfach mal wieder traurig sein, weil auch das jetzt zu meinem Leben dazu gehört.
Schlaft gut, meine süßen Mäuse. Eure Mama hat euch so lieb!
Im April hatten M. und ich es euch endlich ein bisschen hübscher gemacht, und nun rupfe ich ein paar Büschel Gras aus, die sich frech durch eure weißen Steinchen gemogelt haben.
So ein friedlicher Ort.
Ich bin nicht mehr so oft bei euch, und manchmal denke ich, ihr auch nicht mehr bei mir. Wo eure Seelen jetzt wohl sind?
Immer noch auf der Reise, oder irgendwo... angekommen?
Ich bin ruhelos zur Zeit, und sehr aufgeregt.
Dass ich heiraten werde, habt ihr ja sicher mitbekommen.
Und dass mir diesbezüglich viel im Kopf herum geht - vielleicht spürt ihr es auch?
Vielleicht findet ihr es ein bisschen lustig, dass eure Mama immer wieder Worst Case-Szenarien in ihrem Kopf bastelt. "Ja, so ist sie, die Mama. Keine Ahnung, warum sie sich immer so viel Stress um nix macht!"
M. und ich fahren nach unserem Besuch bei euch weiter, zur Location wo wir in ein paar Wochen feiern wollen.
Es sind nur wenige Autominuten von euch entfernt. Dabei haben wir das gar nicht danach ausgesucht. Aber es passt trotzdem so gut.
Auf dem Rückweg fahren wir wieder am Friedhof vorbei. M. sagt "Nochmal winken!" und ich überlege ob wir am Tag der Feier wohl mit lautem Hupkonzert bei euch vorbei fahren.
Der Gedanke macht mich so traurig. Vorbei fahren. Ein paar Küsse in den Himmel. Ohne euch feiern gehen.
Wie soll das gehen?
Letztens sagte mir meine Kollegin N., dass ich es mir ruhig erlauben darf, glücklich zu sein.
Ja (und dann kommt wieder das "aber"), natürlich, aber ich bin gleichzeitig so furchtbar traurig, dass ihr nicht dabei sein könnt.
Als der Pastor fragte, ob jemand Blumen streuen würde, habe ich natürlich an euch gedacht.
Würdet ihr bestimmt, wenn ihr nur irgendwie gekonnt hättet.
Ich bin gerade so böse auf das Schicksal, dass ich nicht beides haben durfte. Einen liebenden Mann und lebende Kinder.
Eine Ironie auch, dass ich ohne dieses Schicksal wahrscheinlich niemals M. begegnet wäre.
Meine Gedanken drehen sich im Kreis.
Vielleicht sollte ich sie einfach annehmen. Nicht bewerten. Und einfach mal wieder traurig sein, weil auch das jetzt zu meinem Leben dazu gehört.
Schlaft gut, meine süßen Mäuse. Eure Mama hat euch so lieb!
Sonntag, 17. Juni 2018
Die Zeit, sie rennt
Die Wochen und Monate gehen ins Land...
Ich war ganz erschrocken als ich gesehen habe, dass ich seit knapp 3 Monaten nichts mehr auf meinem Blog veröffentlicht habe.
Vor ein paar Wochen kam mir ein seltsamer Gedanke. Ich dachte, nach 3,5 Jahren habe ich erstmals wieder das Gefühl, ein bisschen Kontrolle über mein Leben zu haben.
Ach ja, diese trügerische Kontrolle. Aber es war ein schöner Gedanke.
So vieles hat sich verändert in meinem Leben.
Die Zeit des Resümierens hat mir gut getan.
Viel zu schnell ist man wieder im Hamsterrad des Alltags.
A propos, bei uns ist ein kleiner Hamster eingezogen. Ein flauschiger kleiner Kerl! Und mein erstes Haustier.
Während mein Freund total entspannt ist, bin ich immer wieder panisch und denke, dass ich ihn bestimmt bald aus Versehen umbringe.
Ver-rückte Alte.
Neulich fragte meine Schwiegermutter to go, ob wir eigentlich Kinder planen, jetzt wo wir ja auch heiraten und so.
Und ich dachte, wow, ich habe Angst davor unseren Hamster zu verlieren, wie crazy würde ich bitte mit einem Baby interagieren.
Die Wahrheit ist, ich will eigentlich nie wieder schwanger sein. Das war eine so unfassbar negative Erfahrung, und alles was danach kam machte es nicht besser.
Ich weiß, dass ich noch einen Verlust nicht verkrafte. Niemand kann mir eine Garantie geben, dass alles gut geht.
Angst ist jedoch selten ein guter Berater, und wäre mein Kinderwunsch nur etwas größer würden wir es vielleicht wagen.
Aber er wird immer weniger. Ich bin so schon oft überfordert mit meinem Leben, meinem Alltag, und ich fände es schlimm wenn ein potentielles Kind unter seiner gestressten Mutti leiden müsste.
3,5 Jahre... bis einigermaßen Normalität eingekehrt ist. Ich wieder "bei mir" bin. Zumindest bis zum nächsten Tief.
Die neue Arbeit ist toll und hilft mir sehr! Die Thematik sind Tod und Trauer, und trotzdem spendet es mir Hoffnung.
So viele tolle Menschen, die sich Tag für Tag in ihr neues Leben kämpfen. So viel Kraft, Mut, Hinfallen und wieder Aufstehen.
Die Hochzeitsvorbereitungen laufen. Ich bin jetzt schon super aufgeregt. Die Einladungen sind verschickt, nun geht es ins Feintuning. Deko, Ablaufplanung, weitere Gespräche mit Pastor und Dienstleistern... Ich hoffe es geht alles gut. Aber so lange die liebsten Menschen dabei sind, und Liebe und Zuversicht ihren Platz haben, wird es schon laufen.
Erik und Paul begleiten mich. Auch sie werden natürlich ihren Platz haben. Ich bin mir sicher, dass sie dabei sein werden. Und ihre Mama leuchten sehen.
Ich war ganz erschrocken als ich gesehen habe, dass ich seit knapp 3 Monaten nichts mehr auf meinem Blog veröffentlicht habe.
Vor ein paar Wochen kam mir ein seltsamer Gedanke. Ich dachte, nach 3,5 Jahren habe ich erstmals wieder das Gefühl, ein bisschen Kontrolle über mein Leben zu haben.
Ach ja, diese trügerische Kontrolle. Aber es war ein schöner Gedanke.
So vieles hat sich verändert in meinem Leben.
Die Zeit des Resümierens hat mir gut getan.
Viel zu schnell ist man wieder im Hamsterrad des Alltags.
A propos, bei uns ist ein kleiner Hamster eingezogen. Ein flauschiger kleiner Kerl! Und mein erstes Haustier.
Während mein Freund total entspannt ist, bin ich immer wieder panisch und denke, dass ich ihn bestimmt bald aus Versehen umbringe.
Ver-rückte Alte.
Neulich fragte meine Schwiegermutter to go, ob wir eigentlich Kinder planen, jetzt wo wir ja auch heiraten und so.
Und ich dachte, wow, ich habe Angst davor unseren Hamster zu verlieren, wie crazy würde ich bitte mit einem Baby interagieren.
Die Wahrheit ist, ich will eigentlich nie wieder schwanger sein. Das war eine so unfassbar negative Erfahrung, und alles was danach kam machte es nicht besser.
Ich weiß, dass ich noch einen Verlust nicht verkrafte. Niemand kann mir eine Garantie geben, dass alles gut geht.
Angst ist jedoch selten ein guter Berater, und wäre mein Kinderwunsch nur etwas größer würden wir es vielleicht wagen.
Aber er wird immer weniger. Ich bin so schon oft überfordert mit meinem Leben, meinem Alltag, und ich fände es schlimm wenn ein potentielles Kind unter seiner gestressten Mutti leiden müsste.
3,5 Jahre... bis einigermaßen Normalität eingekehrt ist. Ich wieder "bei mir" bin. Zumindest bis zum nächsten Tief.
Die neue Arbeit ist toll und hilft mir sehr! Die Thematik sind Tod und Trauer, und trotzdem spendet es mir Hoffnung.
So viele tolle Menschen, die sich Tag für Tag in ihr neues Leben kämpfen. So viel Kraft, Mut, Hinfallen und wieder Aufstehen.
Die Hochzeitsvorbereitungen laufen. Ich bin jetzt schon super aufgeregt. Die Einladungen sind verschickt, nun geht es ins Feintuning. Deko, Ablaufplanung, weitere Gespräche mit Pastor und Dienstleistern... Ich hoffe es geht alles gut. Aber so lange die liebsten Menschen dabei sind, und Liebe und Zuversicht ihren Platz haben, wird es schon laufen.
Erik und Paul begleiten mich. Auch sie werden natürlich ihren Platz haben. Ich bin mir sicher, dass sie dabei sein werden. Und ihre Mama leuchten sehen.
Montag, 19. März 2018
Alles ist verflochten
Am Wochenende gab es einen Gedenkgottesdienst für früh verstorbene Kinder, den ich den vergangenen Jahren schon besucht und teilweise durch eigene Beiträge mit gestaltet habe.
Dieses Mal war ich als Besucherin da, und habe am Tag zuvor ein bisschen beim Aufbau geholfen.
Ich stand in der großen Halle und es kam mir vor, als wäre ich erst vorgestern hier gewesen.
Der Schwerpunkt lag auf den Gesprächen mit den anderen Eltern, auch der Vater meiner Kinder war da.
War irgendwie alles kein Problem für mich. Ich fuhr wieder nach Hause und war ruhig und entspannt, fühlte mich gut vorbereitet auf den nächsten Tag.
Sonntagmorgen bin ich aufgewacht und war total durch. Eigentlich wollte ich ohne meinen Freund hingehen, aber plötzlich fühlte ich mich so schrecklich alleine und einsam, das hatte ich ewig nicht mehr so intensiv gefühlt.
Ich habe geheult und rumgeschimpft und der arme Kerl wusste gar nicht, wie ihm geschah, er zog sich schnell an und begleitete mich dann doch.
Ich hab manchmal das Gefühl, mein Exfreund triggert mich immer noch. Die Liebe ist schon ewig passé, die Wut ist auch viel besser geworden, aber in meinem Gehirn sind anscheinend immer noch irgendwo Verknüpfungen gespeichert, die alte Erinnerungen aktivieren und vergangenen Kummer neu einspielen.
So war es mir plötzlich ungemein wichtig, nicht allein zu dieser Veranstaltung zu gehen, jemanden an der Seite zu haben, der mich zwischendurch drückt, der mich stärkt.
Ausgerechnet ich, die sich sonst immer so bemüht, auf eigenen Beinen zu stehen und leidenschaftlich gern feministische Themen diskutiert. Behütet von ihrem zukünftigen Mann.
Nun ja.
Meine Mutter und meine zwei Freundinnen J. und E. waren auch da, und ich bin mir sicher, dass sie mich auch gedrückt hätten.
So saßen wir also in gemeinsam auf unseren Plätzen, ich weinte wieder, zerdrückte meinem Freund die Hand und war plötzlich wieder seltsam milde.
Ich hatte es mir irgendwie komisch vorgestellt, einerseits den Vater von Erik und Paul vorne reden zu hören, und gleichzeitig mit einem anderen Mann da zu sitzen.
Aber dann fühlte sich das plötzlich stimmig an.
Beides kann nebeneinander existieren. Die Wege von meinem Ex und mir haben sich unterschiedlich entwickelt, und das ist okay so.
Letztlich haben wir beide das bekommen, was wir dringend gebraucht haben. Er Freiraum und neue Impulse, ich Sicherheit und Stabilität.
Und so war der Weg nach Hause ein erleichterter.
Die Sonne schien, ich hatte meine wundervollen Söhne beweint und Kerzen für Sie angezündet, und mein Freund und ich fuhren zurück in unser gemeinsames Heim:
in unsere kleine unsichtbare Patchworkfamilie.
Dieses Mal war ich als Besucherin da, und habe am Tag zuvor ein bisschen beim Aufbau geholfen.
Ich stand in der großen Halle und es kam mir vor, als wäre ich erst vorgestern hier gewesen.
Der Schwerpunkt lag auf den Gesprächen mit den anderen Eltern, auch der Vater meiner Kinder war da.
War irgendwie alles kein Problem für mich. Ich fuhr wieder nach Hause und war ruhig und entspannt, fühlte mich gut vorbereitet auf den nächsten Tag.
Sonntagmorgen bin ich aufgewacht und war total durch. Eigentlich wollte ich ohne meinen Freund hingehen, aber plötzlich fühlte ich mich so schrecklich alleine und einsam, das hatte ich ewig nicht mehr so intensiv gefühlt.
Ich habe geheult und rumgeschimpft und der arme Kerl wusste gar nicht, wie ihm geschah, er zog sich schnell an und begleitete mich dann doch.
Ich hab manchmal das Gefühl, mein Exfreund triggert mich immer noch. Die Liebe ist schon ewig passé, die Wut ist auch viel besser geworden, aber in meinem Gehirn sind anscheinend immer noch irgendwo Verknüpfungen gespeichert, die alte Erinnerungen aktivieren und vergangenen Kummer neu einspielen.
So war es mir plötzlich ungemein wichtig, nicht allein zu dieser Veranstaltung zu gehen, jemanden an der Seite zu haben, der mich zwischendurch drückt, der mich stärkt.
Ausgerechnet ich, die sich sonst immer so bemüht, auf eigenen Beinen zu stehen und leidenschaftlich gern feministische Themen diskutiert. Behütet von ihrem zukünftigen Mann.
Nun ja.
Meine Mutter und meine zwei Freundinnen J. und E. waren auch da, und ich bin mir sicher, dass sie mich auch gedrückt hätten.
So saßen wir also in gemeinsam auf unseren Plätzen, ich weinte wieder, zerdrückte meinem Freund die Hand und war plötzlich wieder seltsam milde.
Ich hatte es mir irgendwie komisch vorgestellt, einerseits den Vater von Erik und Paul vorne reden zu hören, und gleichzeitig mit einem anderen Mann da zu sitzen.
Aber dann fühlte sich das plötzlich stimmig an.
Beides kann nebeneinander existieren. Die Wege von meinem Ex und mir haben sich unterschiedlich entwickelt, und das ist okay so.
Letztlich haben wir beide das bekommen, was wir dringend gebraucht haben. Er Freiraum und neue Impulse, ich Sicherheit und Stabilität.
Und so war der Weg nach Hause ein erleichterter.
Die Sonne schien, ich hatte meine wundervollen Söhne beweint und Kerzen für Sie angezündet, und mein Freund und ich fuhren zurück in unser gemeinsames Heim:
in unsere kleine unsichtbare Patchworkfamilie.
Donnerstag, 8. März 2018
Alles neu macht... wieder der April!
Fast ein Jahr ist es nun her, dass ich meinen alten Job gekündigt habe.
Und nun stehe ich auf der Schwelle in einen neuen, es ist tatsächlich der geworden, für den ich im Januar eine Bewerbung geschrieben habe.
In "meinem" geliebten Verein wird eine Stelle in der Verwaltung frei, und ich darf offiziell die Nachfolge antreten.
Gestern habe ich den Arbeitsvertrag unterschrieben.
Es ist so ein wahnwitziges Jahr bisher, und ich bin unglaublich dankbar dafür, wie sich die Dinge entwickelt haben.
Ich habe es einfach mal alles laufen und auf mich zukommen lassen, und auf wundersame Weise fügt sich nun alles zusammen.
Es fällt mir schwer, die Kontrolle abzugeben, dabei weiß ich doch: vieles habe ich nicht in der Hand.
Manchmal ist man zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Manchmal zur falschen Zeit am richtigen Ort. Und manchmal ist einfach alles falsch.
So einfach ist es, so kompliziert ist es.
Und nun stehe ich auf der Schwelle in einen neuen, es ist tatsächlich der geworden, für den ich im Januar eine Bewerbung geschrieben habe.
In "meinem" geliebten Verein wird eine Stelle in der Verwaltung frei, und ich darf offiziell die Nachfolge antreten.
Gestern habe ich den Arbeitsvertrag unterschrieben.
Es ist so ein wahnwitziges Jahr bisher, und ich bin unglaublich dankbar dafür, wie sich die Dinge entwickelt haben.
Ich habe es einfach mal alles laufen und auf mich zukommen lassen, und auf wundersame Weise fügt sich nun alles zusammen.
Es fällt mir schwer, die Kontrolle abzugeben, dabei weiß ich doch: vieles habe ich nicht in der Hand.
Manchmal ist man zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Manchmal zur falschen Zeit am richtigen Ort. Und manchmal ist einfach alles falsch.
So einfach ist es, so kompliziert ist es.
Donnerstag, 1. März 2018
Traumabewältigung
Was mir in den letzten Wochen immer wieder im Kopf rumspukt, ist das Thema Traumabewältigung.
Ich merke, wie ich auf Stress, auch positiven, enorm reagiere. Vor allem auch körperlich.
Mein Zyklus ist beispielsweise völlig außer Rand und Band.
Ich bin oft unruhig, unter Strom, und muss mir richtiggehend Auszeiten verordnen, wenn ich an meine Grenzen stoße.
Letzte Woche zum Beispiel hatte ich jeden Tag etwas vor, was ja Normalität ist bei vielen Menschen.
Diese Woche habe ich bisher komplett auf dem Sofa verbracht, aber auch da merke ich: mein Kopf rattert, ich mache mir Gedanken über die Hochzeit, den neuen Job... Wie ich das alles zusammenbringe, mit meinen Söhnen, meiner lebenden Familie...
Und immer wieder die Frage: wie habe ich die Geschehnisse vor nun fast 3,5 Jahren verarbeitet? Ich habe viel darüber geredet und geschrieben, aber ist es in meiner Seele wirklich integriert?
Ich habe oft Gefühlsstörungen, wenn man das so sagen kann. Phasen wo ich absolut nichts fühle, dann wieder Phasen wo alle Gefühle ungefiltert auf mich einprasseln, traurige wie glückliche.
Ich denke schon lange darüber nach eine Traumatherapie zu machen. Stehe auf der Warteliste, seit Monaten.
Ich glaube, da wartet noch viel unverarbeitetes auf mich. Dabei merke ich auch die Fortschritte. Situationen, die mich vor 2 Jahren noch völlig aus der Fassung brachten, bewältige ich jetzt besser. Die Fassade ist dabei trotzdem nicht die stabilste. Manchmal reichen Kleinigkeiten, um mich in ein Tief zu stürzen. Mein blöder Zyklus zum Beispiel.
Das Gefühl, nicht ausreichend zu funktionieren, hat sich tief eingebrannt.
Ich merke, wie ich auf Stress, auch positiven, enorm reagiere. Vor allem auch körperlich.
Mein Zyklus ist beispielsweise völlig außer Rand und Band.
Ich bin oft unruhig, unter Strom, und muss mir richtiggehend Auszeiten verordnen, wenn ich an meine Grenzen stoße.
Letzte Woche zum Beispiel hatte ich jeden Tag etwas vor, was ja Normalität ist bei vielen Menschen.
Diese Woche habe ich bisher komplett auf dem Sofa verbracht, aber auch da merke ich: mein Kopf rattert, ich mache mir Gedanken über die Hochzeit, den neuen Job... Wie ich das alles zusammenbringe, mit meinen Söhnen, meiner lebenden Familie...
Und immer wieder die Frage: wie habe ich die Geschehnisse vor nun fast 3,5 Jahren verarbeitet? Ich habe viel darüber geredet und geschrieben, aber ist es in meiner Seele wirklich integriert?
Ich habe oft Gefühlsstörungen, wenn man das so sagen kann. Phasen wo ich absolut nichts fühle, dann wieder Phasen wo alle Gefühle ungefiltert auf mich einprasseln, traurige wie glückliche.
Ich denke schon lange darüber nach eine Traumatherapie zu machen. Stehe auf der Warteliste, seit Monaten.
Ich glaube, da wartet noch viel unverarbeitetes auf mich. Dabei merke ich auch die Fortschritte. Situationen, die mich vor 2 Jahren noch völlig aus der Fassung brachten, bewältige ich jetzt besser. Die Fassade ist dabei trotzdem nicht die stabilste. Manchmal reichen Kleinigkeiten, um mich in ein Tief zu stürzen. Mein blöder Zyklus zum Beispiel.
Das Gefühl, nicht ausreichend zu funktionieren, hat sich tief eingebrannt.
Dienstag, 27. Februar 2018
Im Wesentlichen
Die letzten Wochen sind wie im Nu verflogen.
Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren!
Mir hat schon lange etwas nicht mehr so viel Freude bereitet, wie dieser ganze Orgakram.
Okay, die Kontaktaufnahme mit dem Standesamt lief etwas mühselig, aber auch da kam der Tag, an dem ich mal jemand ans Telefon bekam.
Der Tag steht nun fest, wir haben eine Kirche und eine Location für die Feier.
Klein soll es werden, im engsten Kreis von Familie und Freunden.
Dafür ist das Brautkleid eine Nummer größer ausgefallen, als gedacht. Nicht weil ich so mopsig bin, aber ich hatte immer an etwas schlichtes gedacht.
Letzte Woche bin ich mit meiner Mutter und meiner Schwester losgezogen, "nur mal gucken". Tja, und da hatte ich dieses Kleid an, und leider wollte es mich und ich wollte es auch. Was soll man machen!
Überhaupt ist es manchmal herausfordernd, sich auf das Wesentliche zu besinnen: Zwei Menschen, die sich lieben und ihr Leben miteinander verbringen möchten.
Und dann denkt man über Deko nach, was ist eigentlich mit einem Fotografen, warum machen die alle nur noch Hochzeitsreportagen und wer soll das bezahlen?
Letzte Nacht habe ich geträumt, dass ich am Tag X keine ordentliche Frisur und kein Make-Up hatte und dann noch total gestresst durch die Stadt gefahren bin, um am Ende bei einem marokkanischen Restaurant zu landen, das zufällig auch eine Visagistin hatte.
Besinnung auf das Wesentliche. Genau.
Erik und Paul sind ein großes Thema. Ich möchte sie unbedingt mit einbinden, weiß aber noch nicht recht, wie.
Zwei Freundinnen hatten schon angeboten, vielleicht etwas vorzulesen während der Trauung.
Auf jeden Fall möchte ich im Anschluss daran zum Grab der beiden fahren.
Meine Mama möchte drei Brautsträuße binden, einen großen und zwei kleine.
Vielleicht können wir nochmal Luftballons steigen lassen.
Es werden sich sicher noch Ideen finden.
Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren!
Mir hat schon lange etwas nicht mehr so viel Freude bereitet, wie dieser ganze Orgakram.
Okay, die Kontaktaufnahme mit dem Standesamt lief etwas mühselig, aber auch da kam der Tag, an dem ich mal jemand ans Telefon bekam.
Der Tag steht nun fest, wir haben eine Kirche und eine Location für die Feier.
Klein soll es werden, im engsten Kreis von Familie und Freunden.
Dafür ist das Brautkleid eine Nummer größer ausgefallen, als gedacht. Nicht weil ich so mopsig bin, aber ich hatte immer an etwas schlichtes gedacht.
Letzte Woche bin ich mit meiner Mutter und meiner Schwester losgezogen, "nur mal gucken". Tja, und da hatte ich dieses Kleid an, und leider wollte es mich und ich wollte es auch. Was soll man machen!
Überhaupt ist es manchmal herausfordernd, sich auf das Wesentliche zu besinnen: Zwei Menschen, die sich lieben und ihr Leben miteinander verbringen möchten.
Und dann denkt man über Deko nach, was ist eigentlich mit einem Fotografen, warum machen die alle nur noch Hochzeitsreportagen und wer soll das bezahlen?
Letzte Nacht habe ich geträumt, dass ich am Tag X keine ordentliche Frisur und kein Make-Up hatte und dann noch total gestresst durch die Stadt gefahren bin, um am Ende bei einem marokkanischen Restaurant zu landen, das zufällig auch eine Visagistin hatte.
Besinnung auf das Wesentliche. Genau.
Erik und Paul sind ein großes Thema. Ich möchte sie unbedingt mit einbinden, weiß aber noch nicht recht, wie.
Zwei Freundinnen hatten schon angeboten, vielleicht etwas vorzulesen während der Trauung.
Auf jeden Fall möchte ich im Anschluss daran zum Grab der beiden fahren.
Meine Mama möchte drei Brautsträuße binden, einen großen und zwei kleine.
Vielleicht können wir nochmal Luftballons steigen lassen.
Es werden sich sicher noch Ideen finden.
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